Aus dem Gemeinderat

Haushalt verabschiedet
Einstimmig und mit lobenden Worten beschlossen die Gemeinderäte in der letzten Sitzung des alten Jahres den Haushaltsplan für 2009. Das von Kämmerer Thomas Spinner vorbereitete Zahlenwerk sieht Einnahmen und Ausgaben von 18,2 Mio. Euro vor. Davon werden knapp 5 Mio. im investiven Bereich ausgegeben. Erneut kommt der Gemeindehaushalt ohne Verschuldung aus, die Altschulden werden plangemäß nach und nach zurückgeführt. Beachtlich ist auch das „Sparbuch“ der Gemeinde, 1,8 Mio. Euro stehen am Jahresende 2009 bereit. Die Haushaltsreden der Gemeinderatsfraktionen zeigen wichtige kommunalpolitische Zielsetzungen und Vorhaben auf. Sie werden aus diesem Grunde vollinhaltlich abgedruckt. Im nächsten Mitteilungsblatt werden die Plansansätze nochmals vorgestellt und besprochen.

Personalwechsel bei der Kläranlage
Die Gemeinde Forbach bekommt einen neuen Klärwärter. Manuel ALEXANDER aus Forbach-Bermersbach wird im neuen Jahr zusammen mit Horst WEILER für die Kläranlagen in Forbach und in den alten Ortsteilen zuständig sein. Die Neueinstellung war notwendig, da der bisherige neue Klärwärter Stefan Kaßner, er hat nur ein kurzes Gastspiel in Forbach gegeben, zurück in seine alte Heimat geht. Bürgermeister Kuno Kußmann hat für die Einstellung eines örtlichen Bewerbers plädiert, wenngleich die geforderte Qualifikation als ausgebildeter Ver- und Entsorger von örtlichen Bewerbern nicht nachgewiesen werden konnte. Um einem Arbeiter die Chance auf einen guten Arbeitsplatz zu geben, nehmen wir, so der Bürgermeister, Kosten für Nachqualifikation und Schulungen auf uns. Die Entscheidung war richtig, denn 8 Facharbeiter hatten sich für die freie Stelle beworben. Letztendlich blieben noch zwei Bewerber übrig, aus denen der Gemeinderat in geheimer Wahl auswählen musste. Der neueingestellte Mitarbeiter ist gelernter Elektroniker und muss nach einer Einarbeitungszeit bei der Kläranlage einen 13-wöchigen Lehrgang absolvieren, um die Qualifikation als Ver- und Entsorger zu erreichen. Mit der Einstellung konnte die Gemeinde zumindest einem früheren Arbeiter aus der Papierfabrik eine Ersatzbeschäftigung anbieten.

Neuer Häckselschnittplatz öffnet nach den Feiertagen
Nahezu nahtlos bietet die Gemeinde einen neuen Häckselschnittsammelplatz an, nachdem der Landkreis die Erdaushub- und Bauschuttdeponie mit Grünschnitthäckselplatz kurz vor Weihnachten geschlossen hat. Die Suche nach einem neuen Standort brachte nach Meinung aller Gemeinderatsfraktionen letztendlich ein gutes Ergebnis. Ursprünglich war geplant, den Häckselschnittplatz im Wiedtal, unterhalb der Tennisplatz, anzulegen. Zwischenzeitlich boten sich aber bessere Möglichkeiten, nachdem die Firma Karl, Besitzer der Papierfabrik der Gemeinde ein gutes Angebot unterbreitet hat.
Dort wo früher die Holzstämme für die Papierproduktion gelagert und aufbereitet wurden, wird ein gut 2.000 qm großes Gelände für den Häckselsammelplatz angeboten. Die Fläche ist befestigt und das Abwasser wird ordnungsgemäß entsorgt. Die für die Gemeinde anstehenden Investitionskosten sind äußerst gering. Zwischen den Jahren wird das Gelände nun hergerichtet, so dass nach den Feiertagen das neue Angebot besteht. Die Gemeinde setzt auf die Ordnung der Bürgerschaft und bietet den Sammelplatz ohne Aufsichtspersonal an. Dies bedeutet, dass tagsüber, montags bis samstags, Grünschnittmaterial angeliefert werden kann. Bis auf weiteres bleibt es bei der bisherigen Übung, Gras und holziges Material werden auf einem Haufen gesammelt. Bei Bedarf kommt ein Abfuhrunternehmer mit einem großen Häckselgerät, zerkleinert das Material und entsorgt dieses. 80 % der dafür anfallenden Kosten übernimmt der Landkreis mit seinem Abfallbetrieb.
Die Gemeinderäte stimmten mit breiter Mehrheit diesem von der Verwaltung vorbereiteten Konzept zu. Die entstehenden Fahrten zum Häckselplatz sind, so die Meinung des Gemeinderates, allen Bürgern zumutbar, denn das Material ist eh’ verladen und die etwas längere Fahrstrecke dürfte für niemand Probleme verursachen. Der neue Standort bietet auch eine Kooperation mit der Nachbargemeinde Weisenbach an.
Im nächsten Mitteilungsblatt werden die genauen Öffnungszeiten, die Anlieferungsvorgaben und weitere Details zum Betrieb veröffentlicht. Wir bitten um Beachtung.

Breite Zustimmung für einen neuen Rinderstall
Nach intensiver Vorbereitung und Vorberatung fiel die Beschlussfassung über einen neuen Rinderstall schnell und einstimmig.
Wenn die Rahmenbedingungen so eintreten, wie dargestellt, dürfte bis zum nächsten Spätjahr in Hundsbach ein neuer Rinderstall stehen. Die Tierbeweidung, so Bürgermeister Kuno Kußmann, ist der einzig richtige Weg zur Landschaftspflege. Nachhaltig kann nur mit den vierbeinigen Rasenmähern die Offenhaltung der Landschaft erfolgen. In der heutigen Zeit und in unserer schwierigen Gegend, so der Verwaltungschef, ist nur mit öffentlichen Mitteln eine Tierbeweidung finanzierbar. Deshalb ist das im Gemeinderat vorgestellte Konzept notwendig und zielführend. Die Gemeinde baut den Stall, nimmt die 75-prozentige Förderung aus Leader-Geldern in Anspruch und verpachtet die Einrichtung an einen Landwirt. Dieser zahlt Pacht, die 10 % des Investitionsvolumens decken. Der Rinderstall mit den dazugehörigen Nebenräumen und angeboten zur Direktvermarktung kostet bis zu 400.000,00 €. Der Gemeindeanteil wird somit bei 50.000,00 € bis 60.000,00 € liegen. Nach der Zustimmung im Gemeinderat wird die Planung jetzt vertieft, das heißt es werden Zuschusszusagen eingeholt und die Baupläne vorbereitet.