Aus dem Gemeinderat vom 10.02.2015

Gemeinderat beschließt Bebauungsplanentwurf für Pflegeheim in der Eck
Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans für das geplante Pflegeheim in der Eckstraße. Als wichtige Maßnahme für die Daseinsvorsorge in der Gemeinde wird das Projekt fraktionsübergreifend empfunden. Mit dem Beschluss kann der Entwurf des Bebauungsplans nun in die Offenlage gehen. Mit der Offenlage können Anregungen und Einwendungen zum Plan vorgebracht werden. Die aktuelle Planung sieht ein vierstöckiges Gebäude an der Eckstraße mit 44 Zimmern vor. Im Erdgeschoss soll ein Café für die Bewohner und als Begegnungsstätte eingerichtet werden. Das ursprünglich angedachte 5. Geschoss ist derzeit nicht für die Realisierung vorgesehen, der Bebauungsplan lässt hier aber Luft für die spätere Umsetzung. Mit den jetzt 4 Geschossen bleibt die Oberkante des Gebäudes unter dem Niveau der Schifferstraße.

Breitbandversorgung angefragt
Die unzureichende und teils rückläufige Breitbandversorgung in der Gemeinde war Thema einer Anfrage aus der Bürgerschaft. In ihrer Antwort wies Bürgermeisterin Buhrke darauf hin, dass die Verwaltung das Thema bereits aufgegriffen und Gespräche mit verschiedenen Netzbetreibern aufgenommen hat, um eine sukzessive Verbesserung zu erreichen.

E-Werke werden modernisiert
Einstimmig fiel auch der Beschluss zur Modernisierung der E-Werke Gausbach und Bermersbach aus. Rund 650.000 € wird die Gemeinde in beide Anlagen investieren. Damit sollen allgemeine Sanierungen durchgeführt und nicht mehr zulässige Betriebsteile ersetzt werden. Am wichtigsten ist jedoch die geplante Effizienzsteigerung der Anlagen. Bei einer Effizienzerhöhung über 10 % steigt der Vergütungssatz für den gelieferten Strom. Es wird mehr Strom produziert, der bei Einspeisung auch besser vergütet wird. Damit lohnen sich die Investitionen doppelt. Für einen Wehmutstropfen im Rat sorgten die zu erwartenden ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, die aber unabhängig von den Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren ohnehin angestanden hätten. Über den genauen Umfang laufen derzeit Gespräche mit den Aufsichtsbehörden.

Friedhöfe werden neu gestaltet
Da in der Vergangenheit an den Friedhöfen Bermersbach und Hundsbach funktionale Mängel immer wieder zu Problemen bei der Nutzung der Einrichtungen führten und auch die Gestaltung Anlass für Kritik bot, wurde die Überplanung beider Einrichtungen an ein Fachbüro vergeben, nachdem zuvor Bürgergespräche in den Ortsteilen stattfanden. Die aktuellen Planungen wurden nun dem Gremium vorgestellt, außerdem mussten noch gestalterische Elemente festgelegt werden. In Hundsbach folgte der Rat dem Vorschlag des Architekten und der Verwaltung sowie den Anregungen aus dem Bürgergespräch und entschied sich für Eibenhecken, Granitstufen, einen neuen Brunnentrog aus Granit und den Einbau sogenannter Einstreudecken auf den Wegen. Grundsätzlich soll der untere Bereich des Friedhofs etwas angehoben werden. Die Hecke um den Friedhof soll ersetzt und im unteren Bereich eine zweite Wasserentnahmestelle eingerichtet werden. Der vorhandene Brunnen wird mit einem neuen Trog saniert, ebenso die Wege, Treppen und der Platz um das zentral aufgestellte Kreuz. Erfreut zeigte sich der Rat, dass von der Kirchengemeinde auch der Platz zur Kirche hin mitsaniert wird und so ein einheitlich aufgewertetes Ensemble entsteht.
In Bermersbach bleibt der Brunnen erhalten und wird saniert. Außerdem sollen die Wege erneuert und die Bepflanzung und Begrünung neu angelegt werden. Die Entscheidung über die Wahl des Wegbelags und die Art der Bepflanzung wurden im Kostenrahmen an den Ortschaftsrat übertragen.
Die angesetzten Kosten belaufen sich in Hundsbach auf 120.000 € und für Bermersbach auf rund 100.000 €.

Mehr Bekanntheit und mehr Qualitätsbewusstsein
Dies sind zentrale Forderungen, die als Fazit aus dem Vortrag von Herrn Wiegratz, dem Geschäftsführer des Zweckverbands Im Tal der Murg, für die Zukunft des Tourismus im Murgtal und in Forbach beim Gemeinderat angekommen sind. Am Anfang seines Vortrags stand ein Überblick über die Entwicklung der Übernachtungszahlen, die leider für Forbach einen negativen Trend ausweisen. Anschließend ging er auf die aktuelle Arbeit des Zweckverbands, Messepräsentationen und Werbemaßnahmen ein. Einen Schwerpunkt bildet derzeit die neue Homepage, die mit neuer Gestaltung und neuer Technik mehr Gäste auf das Murgtal aufmerksam machen soll. Abschließend gab er einen Ausblick auf kommende Projekte. Auf Fragen aus dem Rat, welche konkreten Tipps er habe, standen an erster Stelle das Thema Bekanntheit und Qualitätsbewusstsein. Das Murgtal mit seinen Attraktionen ist überregional zu unbekannt. Hier sollen die neue Homepage, das Stichwort Suchmaschinenoptimierung und verstärkte Messepräsenzen einen Schritt nach vorne bringen. Das Thema Qualitätsbewusstsein ist weit gefasst und betrifft Gemeinden und Gastgeber. Jeder muss seine Hausaufgaben machen, vorhandene Angebote pflegen, die Qualität sichern und neue attraktive Ideen entwickeln. Ein Schlusswort galt dem Nationalpark, den Herr Wiegratz als einen wesentlichen Einflussfaktor für die weitere Entwicklung in der Region benannte.

Neue Löschwasserleitung in Langenbrand
Zur Verbesserung der Löschwasserversorgung im Ortsteil Langenbrand soll die vorhandene Brauchwasserleitung, die derzeit bis zur Einmündung Sägmühlstraße reicht, im Zuge des Ausbaus der Ortsdurchfahrt bis auf Höhe des ehemaligen Bunkers verlängert werden. Einen entsprechenden Folgeauftrag vergab der Gemeinderat einstimmig an die bauausführende Firma mit einer Summe von 33.881,68 €.