Aus dem Gemeinderat

Pumpspeicherkraftwerkausschuss erhält neues Mitglied
Alle Entscheidungen des Gemeinderates zum geplanten Pumpspeicherkraftwerk sollen in einem beratenden Ausschuss des Gemeinderates bearbeitet werden. Werner Schoch, der für die CDU-Fraktion im Ausschuss mitarbeiten sollte, hat sich in dieser Angelegenheit für befangen erklärt. Deshalb war eine Neubesetzung des Ausschusses notwendig. Der Gemeinderat einigte sich einvernehmlich darauf, dass für Werner Schoch Karl Wunsch nachrückt. Im Übrigen bleibt der Ausschuss unverändert, das heißt für die CDU arbeiten neben dem Nachrücker Karl Wunsch Albert Fritz und Andreas Wacker mit. Die Freien Wähler werden von Achim Rietz, Daniela Senger-Rieger und Reinhard Warth vertreten. Die SPD entsendet Rainer Fritz und Harald Mungenast in den beratenden Ausschuss.

Schmutzwassergebühr für die alten Ortsteile steigt
Der Betrieb und die Investitionen in das Abwassersystem der Gemeinde verursachen erhebliche Kosten. Diese sollen nach Möglichkeit vollständig von den Nutzern über Gebühren finanziert werden. Die Erhebung von kostendeckenden Schmutzwassergebühren ist seit Jahren in Forbach üblich. Nach einem Betriebsjahr der neuen Anlagen hat Gemeindekämmerer Thomas Spinner die Abwassergebühren nachkalkuliert und dem Gemeinderat die Anpassung der Gebühren vorgeschlagen. Im Jahr 2009 hat die Schmutzwasserbeseitigung in den alten Ortsteilen ein Defizit von 20.321 € gebracht. Diese Unterdeckung ist insbesondere durch die nicht erreichte Abwassermenge entstanden. Auch die Ausgabenseite brachte Mehraufwendungen gegenüber der Gebührenkalkulation. Insbesondere schlugen Personalkosten zu Buche. Um die entstandenen Verluste auszugleichen und eine kostendeckende Gebühr zu erreichen, wäre nach der Kalkulation des Gemeindekämmerers eine Schmutzwassergebühr von 3,37 € notwendig.
Diese Steigerung um 0,53 € oder fast 20 % wurde im Gemeinderat als nicht umlegungsfähig angesehen. Die Belastung der Bürger wäre zu hoch. Bürgermeister Kuno Kußmann zeigte Verständnis für die Argumente, machte aber deutlich, dass nicht kostendeckende Gebühren aus dem Gemeindehaushalt, also von allen Gemeindebürgern, zu bezuschussen sind. Dennoch, so der Bürgermeister, sollte den Argumenten aus dem Gemeinderat gefolgt werden. Nach der Gebührenkalkulation für die Kernorte steigt dort die Schmutzwassergebühr, bezogen auf die alte Bemessungsgrundlage, um ca. 0,40 €. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Gemeindebürger, so der Bürgermeister, scheint eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr um 0,40 € gerechtfertigt. Ob und in wieweit diese Gebühr dann auskömmlich ist, wird die Gebührenkalkulation 2012 zeigen. Dieser Argumentation schloss sich der Gemeinderat einstimmig an.
Ab dem neuen Jahr 2011 wird für die Beseitigung des Schmutzwassers in den alten Ortsteilen eine Gebühr von 3,24 € je bezogenem cbm Frischwasser festgesetzt.

Trinkwasserversorgung ist sichergestellt - Dennoch stehen erhebliche Investitionen an
Das Trinkwassernetz der Gemeinde Forbach gleicht dem einer Großstadt: Acht Versorgungsgebiete und 29 Versorgungszonen gehören zum Wassernetz der Gemeinde. Zudem nutzt die Gemeinde 12 Quellen und unterhält 15 Hochbehälter. 28 Druckunterbrecher, zehn Entsäuerungsanlagen und drei Förderanlagen sind bei einem 65 Kilometer langen Leitungsnetz zu unterhalten. Die technischen Einrichtungen sind seit vielen Jahrzehnten in Betrieb. Bis heute wird einwandfreies Trinkwasser in alle Haushalte geliefert. Dies ist mit einem großen Aufwand verbunden und daraus wird auch deutlich, warum 1 cbm Trinkwasser fast 2 € kostet.
Die sichere Trinkwasserversorgung, so Bürgermeister Kuno Kußmann, soll auch in den nächsten Jahrzehnten in Forbach mit bestem Schwarzwälder Quellwasser erfolgen. Deshalb muss das mittlerweile in die Jahre gekommene Versorgungssystem nicht nur erhalten, sondern auch an die neuen Anforderungen angepasst werden. Um diese Herausforderung zu erfüllen, hat die Gemeinde ein Fachbüro mit der Grundlagenermittlung und Bestandserhebung beauftragt. Dabei wurde die hydraulische Analyse des Netzes untersucht, das notwendige Rohrnetz berechnet und der für Forbach und seine Ortsteile notwendige Speicherbedarf ermittelt. Gleichzeitig wurde geprüft, ob kurzfristige Maßnahmen möglich sind, die zur Aufwandsminimierung und dazu zur Gebühreneinsparung führen können. Vorab - das Leitungsnetz der Gemeinde ist nicht nur sicher und ein voll der Trinkwasserverordnung entsprochenes Lebensmittel wird geliefert, aber - Investitionen sind notwendig, um diesen hohen Standard zu halten. Diese Investitionen kosten aber Geld und führen nicht zu einer Gebührenermäßigung, das Gegenteil wird sicherlich eintreten.
Mit großem Interesse nahm deshalb der Gemeinderat die Bestandserhebung entgegen. Als nächster Schritt wird das Ingenieurbüro Investitionsmaßnahmen planen. Dabei steht auch und insbesondere die Wasserversorgung für die Feuerwehr im Blickpunkt. Ergebnis dieser Planung wird dann ein Maßnahmenkatalog sein, den die Gemeinde in den nächsten Jahren Zug um Zug angehen muss.


Änderungen beim Friedhofbrunnen
Die Zuleitung zum Friedhofbrunnen Forbach war defekt und musste erneuert werden. Im Zuge dieser Erneuerung wird auch der Friedhofbrunnen umgestaltet. Anstelle eines dauerhaft laufenden Wasserspeiers werden zwei einfach zu bedienende Wasserentnahmestellen für Gießkannen eingerichtet. Die Umbauarbeiten sind nach dem Winter vorgesehen.