Aus dem Gemeinderat

Erkundungsbohrungen genehmigt
Die EnBW Kraftwerke AG als Projektträger des geplanten Pumpspeicherkraftwerkes hat beim Landratsamt Rastatt die Durchführung von zehn Erkundungsbohrungen nordwestlich des Rudolf-Fettweis-Werkes beantragt. Die Erkundungsbohrungen dienen der Fortführung der Planungen für das Pumpspeicherkraftwerk. Nach den Höhenlagen soll jetzt im Bereich des Rudolf-Fettweis-Werkes die Felsformation für das vorgesehene Kavernenkraftwerk und die Erweiterung der Speicherkapazität untersucht werden. Die Bohrungen müssen in einer Tiefe zwischen 30 und 400 Meter erfolgen. Der Gemeinderat gab für dieses Vorhaben einstimmig seine Zustimmung. Es ist die logische Fortsetzung der begonnenen Überprüfungen. Die Gemeinde legt, wie bei den Probebohrungen im Bereich „Seekopf“, Wert auf eine naturschutzrechtlich einwandfreie Arbeit. Sollten Wanderwege gesperrt werden, ist eine entsprechende Umleitung auszuschildern.

Verbesserungen bei der Telefonversorgung in Hundsbach
Offensichtlich scheinen die stetigen Reklamationen der Hundsbacher Gemeinderäte und des Bürgermeisters nunmehr auch bei der Telekom auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Das Unternehmen verspricht bis März eine deutliche Verbesserung der Telefonversorgung in Hundsbach. Derzeit, so die Mitteilung des Unternehmens, wird die Telefonversorgung des Ortsteils Hundsbach von drei Technikstandorten übernommen. Die aktive Technik ist in Outdoorgehäusen untergebracht.
Standort 1: Kapellenstr. 42, mit Richtfunkanbindung und zusätzlicher Kupferkabelanbindung nach Bühl/Sand.
Standort 2: Kapellenstr. 18, Multifunktionsgehäuse mit Kupferanbindung an Standort 1
Standort 3: Multifunktionsgehäuse Aschenplatz Kähnerlochweg mit Kupferanbindung an Standort 1
Die Technik am Standort 2 hat die Kapazitätsgrenze erreicht. Die Telekom wird deshalb eine Erweiterung durch Einbau von zusätzlicher Technik in das vorhandene Gehäuse durchführen. Außerdem werden an allen drei Standorten Baugruppen erneuert und ein Softwareupdate durchgeführt. Die Kundenanschlüsse werden dadurch in den Übertragungswegen neu sortiert. Mit diesen Maßnahmen werden die zur Zeit häufigen Störungen der Telefonanschlüsse in Hundsbach behoben. Die Vorbereitungen laufen zur Zeit und der Abschluss der Arbeiten erfolgt bis März 2011.

Es bleibt zu hoffen, dass die Telekom ihre Zusage einhält und die technischen Maßnahmen die dringend notwendigen Verbesserungen mit sich bringen.

Zukunftsplanung Feuerwehr
Um die Leistungsfähigkeit der Forbacher Feuerwehr dauerhaft zu stärken, muss die Gesamtstruktur immer wieder auf den Prüfstand und den Anforderungen der Zeit entsprechend ausgerichtet werden. Gerade in jüngster Zeit wurde über die Struktur, die Abteilungen und die Fahrzeugausstattung viel gesprochen. Ziel ist eine moderne, leistungsfähige Wehr zu erhalten und dazu gehört insbesondere ein hohes Maß an ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Auf Anregung aus der Mitte der Feuerwehr hat der Gemeinderat nun einstimmig die Bildung eines Arbeitskreises beschlossen. Dieser Arbeitskreis soll bis Ende März 2011 ein Papier für den Gemeinderat erarbeiten, das sich mit der richtigen Zukunftsentwicklung der Feuerwehr in Forbach beschäftigt. Der Arbeitskreis besteht aus dem Bürgermeister und drei Gemeinderäten. Die CDU-Fraktion entsendet Andreas Wacker, die Freien Wähler Achim Rietz und die SPD-Fraktion Roland Gerstner. Von der Feuerwehr arbeiten die Kommandanten Rüdi Peteroff, Christian Striebich, Theo Wörner und Reinhold Fritz mit.

Kindergartenbedarfsplanung einstimmig verabschiedet
Jährlich muss sich der Gemeinderat mit der Kindergartenbedarfsplanung in der Gesamtgemeinde beschäftigen. Für das Kindergartenjahr 2011/2012 bleibt in Forbach alles beim Alten. Mit der Krippengruppe wird der Forbacher Kindergarten mit vier Gruppen geführt, die Kindergärten in Bermersbach, Langenbrand und Gausbach werden auch im kommenden Kindergartenjahr ihr jetziges Angebot aufrecht halten.

Aufgrund der deutlich sinkenden Kinderzahlen wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung auch intensiv über die Zukunft der vier Kinderbetreuungseinrichtungen im Dorf diskutiert. 249 genehmigten Kindergartenplätzen stehen derzeit 130 Kindergartenkinder gegenüber. Auch in den nächsten Jahren wird diese Zahl deutlich zurückgehen, wie die vorliegenden Ge-burtenzahlen sicher bestätigen. Im Gemeinderat war man sich einig, dass die Zeit der vier Kindergarteneinrichtungen in Forbach ablaufen wird. Deshalb kommt die jetzt getroffene Entscheidung im nächsten Jahr bereits wieder auf den Prüfstand. Die vorhandene Anzahl von Kindergärten ist nicht nur teuer, sondern wird sicherlich auch nicht immer ihrem pädagogischen Auftrag gerecht. Kleinkindergärten können keine Gruppenbildung vornehmen. Viele Angebote sind einfach nur in größeren Einrichtungen möglich. Hinzu kommt, dass die Belegung der einzelnen Gruppen recht unterschiedlich ist. Während Gruppen mit bis zu 28 Kindern geführt werden, gibt es in den Ortsteilen auch mal Gruppen, die deutlich kleiner als 15 Kinder sind. Auch hier wird eine unterschiedliche Chancensituation gesehen.

Die Diskussion zeigte, dass sich der Gemeinderat mit diesem Thema sehr schwer tut. Vieles spricht für die Ortsteilkindergärten, vieles spricht aber auch für eine Zentralisierung. Auf jeden Fall soll die Entscheidung über die Zukunft der Kindergärten am Wohl der Kleinen ausgerichtet werden. Nach Möglichkeit sollen die Eltern die Gemeinderatsentscheidung nicht nur verstehen, sondern auch mittragen.

Architektensuche für die neue Sporthalle
Nach einer langen Diskussions- und Planungsphase steht das Sportstättenentwicklungskonzept der Gemeinde. Im Bestand wird verbessert. Der Eulenfelsenplatz bekommt einen Kunstrasenbelag. Bei der Schule soll eine neue normgerechte Sporthalle entstehen.

In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Zeitplan für den Hallenbau und den Vorbereitungen zur Auswahl eines geeigneten Architekten. Nach den Vorschlägen des Bürgermeisters, die letztendlich einstimmig im Gemeinderat gebilligt wurden, wird das Jahr 2011 für die Vorplanung genutzt. Im Jahr 2012 können dann Detailplanungen erfolgen, sodass nach der Hallensaison im Frühjahr 2013, wenn alles gut läuft, mit dem Bau begonnen werden kann.
Um diesen Zeitplan einzuhalten, sollte die Gemeinde möglichst bald ein geeignetes Planungsbüro auswählen. Der Gemeinderat legte für die Auswahl ein Verfahren fest. Büros können sich für die Planung bewerben. Der Gemeinderat lässt dann bestimmte Büros am Wettbewerb zu, die Konzepte und Ideen einbringen können. Diese werden geprüft und gewertet und letztendlich das Planungsbüro ausgewählt. Dieses Verfahren hat sich bei anderen öffentlichen Großbauprojekten bewährt. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Details dieses Wettbewerbs vorzubereiten. In den Sitzungen des neuen Jahres wird der Gemeinderat letztendlich die Details festlegen.

Dienstleistungsangebot in den Ortsteilen bleibt zeitweise erhalten
In Forbach stand die Schließung der Rathaus-Außenstellen in Langenbrand und Bermersbach auf der vom Gemeinderat aufgestellten Sparliste. Dadurch sollten Personalkosten reduziert werden. Bei der Schließung der Rathaus-Außenstellen wäre ein Einsparungspotenzial von 20.000 € jährlich erreichbar. In der Oktobersitzung des Gemeinderates fand sich keine Mehrheit für die Schließung der Außenstellen, aber auch keine Mehrheit für ein unverändertes Beibehalten des Dienstleistungsangebotes. Die Verwaltung wurde beauftragt, Lösungsmöglich-keiten zu finden. Die Grundlage für diese Lösung sollten Arbeitsaufzeichnungen im Bürgerbüro und in den Rathaus-Außenstellen sein. Auf der Grundlage einer Monatsaufzeichnung hat der Gemeinderat in der jüngsten nichtöffentlichen Sitzung eine klare Entscheidung getroffen und dabei auch die Einsparungsbemühungen aufrecht erhalten. Die Öffnungszeiten in den Rathaus-Außenstellen der Ortsteile wird von bisher zwei Wochentagen auf einen Wochentag reduziert. Zudem kann im Bürgerbüro durch organisatorische und personelle Maßnahmen Personal eingespart werden, sodass das angestrebte Einsparpotenzial von 20.000 € insgesamt erreicht wird. Herta Wunsch, die bislang die Bermersbacher Ortsverwaltung betreut, übernimmt zukünftig die zeitreduzierten Öffnungszeiten in Langenbrand und Bermersbach. Die bisherige Mitarbeiterin der Langenbrander Ortsverwaltung, Kerstin Köhler, wird im Bürgerbüro ihren Dienst leisten. Mit diesem Kompromissvorschlag zeigten sich Ortsvorsteherin Claudia Wunsch und Ortsvorsteher Roland Gerstner einverstanden. Zumindest einmal in der Woche bleibt ein Dienstleistungsangebot bestehen. Ab Januar 2011 bieten die Ortsvorsteher und die Verwaltung ihre veränderten Dienstzeiten an.

Die Rathaus-Außenstellen sind wie folgt geöffnet:
Bermersbach: montags von 8.00 - 13.00 Uhr
Langenbrand: mittwochs von 8.00 - 13.00 Uhr.

Ortsvorsteherin Wunsch ist montags von 10.00 - 12.00 Uhr und donnerstags von 16.00 - 18.00 Uhr im Bermersbacher Rathaus erreichbar, Ortsvorsteher Gerstner steht in Langenbrand montags von 15.00 - 17.00 Uhr und donnerstags von 14.00 - 18.00 Uhr für die Belange der Bürgerschaft zur Verfügung. Die Öffnungszeiten in Gausbach bleiben unverändert. Hier ist Ortsvorsteher Rietz donnerstags von 17.00 - 19.00 Uhr erreichbar.