Aus dem Gemeinderat

Abbau von öffentlichen Fernsprechanlagen
Die Telekom betreibt in der Gesamtgemeinde noch zehn öffentliche Telefonzellen. Aufgrund fehlender Nachfrage und Einnahmen möchte die Telekom neun davon abbauen. In den einzelnen Telefonzellen werden Monatsumsätze weit unter 5 € erwirtschaftet, in vielen Zellen liegt der Umsatz bei 0. Der Gemeinderat und die Ortsvorsteher haben der von der Telekom vorgeschlagenen Maßnahme ohne Widerspruch zugestimmt. Mit Blick auf die weit verbreiteten Handys hat die Bedeutung der öffentlichen Telefonzellen in den Orten an Bedeutung verloren.

Die Anlage im Bereich Bahnhof bleibt und soll nach den Forderungen der Gemeinde modernisiert werden.

Aufstockungsantrag zum Landessanierungsprogramm
Eine Erfolgsgeschichte, nämlich das Landessanierungsprogramm Gausbach, soll seine Fortsetzung erhalten, so Bürgermeister Kuno Kußmann in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung. Seit 2007 ist Forbach mit seinem Ortsteil Gausbach im Förderprogramm des Landes. Damit können private und öffentliche Sanierungsmaßnahmen gefördert werden und diese Förderchancen nutzen viele. Der ursprüngliche Förderrahmen lag bei 1,33 Millionen €. 60 % davon gab das Land als verlorenen Zuschuss, den Rest trägt die Gemeinde selbst. Bis heute sind 22 Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen und zwei Maßnahmen laufen. Georg Wunsch, der zuständige Sachbearbeiter im Rathaus, sprach von einer Investitionssumme im Ortsteil Gausbach von über 1,5 Millionen €. Dieses Geld wird allmählich sichtbar, sehr zur Freude von Ortsvorsteher Achim Rietz. Für Gausbach war das Landessanierungsprogramm ein Gewinn, so seine Wertung. Neben privaten Sanierungsmaßnahmen wurden drei Ordnungsmaßnahmen durchgeführt, nämlich der Abbruch von nicht mehr erhaltenswerter Bausubstanz. Geschaffen wurde eine Parkplatzanlage in der Ortsmitte und die umfängliche Sanierung des Gausbacher Rathauses mit Umnutzung als Wohn- und Geschäftsräume.

Weitere Vorhaben sind in Planung und Vorbereitung, sodass voraussichtlich noch in diesem Jahr das Programm überzeichnet wird. Deshalb, so Bürgermeister Kuno Kußmann, soll die Gemeinde eine Erhöhung des Förderrahmens, und soweit möglich und genehmigungsfähig, auch die Erweiterung des Sanierungsgebietes, beim Regierungspräsidium beantragen. Dies bringt zwar eine erneute Belastung der Gemeindekasse, denn ein Drittel der Zuschusskosten trägt Forbach, dennoch möchte man diesen Weg gehen. Ziel der Gemeinde ist die Erhaltung und die Attraktivitätssteigerung von vorhandenem Wohnraum in der Ortslage, damit Forbach und sein Ortsteil Gausbach auch interessant bleiben für den Zuzug und das Halten von jungen Familien im Murgtal.

Über alle Fraktionen hinweg wurde die bisherige Programmabwicklung gelobt und die Erfolge anerkannt. Deshalb war logisch und konsequent, dass der Gemeinderat die Verwaltung beauftragte, die notwendigen Schritte zur Programmausdehnung auf den Weg zu bringen.
Dazu ist ein Gespräch mit der Genehmigungsbehörde und dem Sanierungsträger geplant sowie eine weitere Information der Bürgerschaft im Rahmen des für den 26. April 2011 angekündigten Bürgergesprächs.



Eine von vielen gelungenen Gestaltungsmaßnahmen ist dieses Privathaus in Gausbach. Weitere Sanierungsmittel werden beantragt.

Vermarktungsoffensive für Gemeindebauplätze
Seit vielen Monaten bietet die Gemeinde über 30 Gemeindebauplätze ohne Erfolg zum Verkauf an. Auch private Grundstückseigentümer teilen dieses Los. Die Nachfrage nach Bauland in Forbach ist gering. Beim Verkauf von Bauplätzen steht Forbach im Wettbewerb mit vielen anderen Kommunen. Forbach hat zwar viele Vorteile, aber letztendlich ist ein Hauptargument beim Bauplatzkauf die Arbeitsplatznähe und preiswertes Bauen.

Deshalb möchte die Gemeinde jetzt, in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Architekten und einem Bauträger, neue Wege gehen. Anhand von konkreten Plänen wird gezeigt, wie an steilen Bauplatzgrundstücken ein preiswertes und attraktives Haus entstehen kann. Ausgewählt wurden Plätze am Hungerberg in Langenbrand. Architekt Bernd Wörner stellte seine Ideen in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Mehrere Gemeindebauplätze werden zusammengelegt, eine einheitliche Erschließungssituation geschaffen und neue Bauflächen aufgeteilt. Auf 300 qm Baugrund könnten Häuser mit 120 qm Wohnfläche auf drei Ebenen entstehen. Die Häuser sollen terrassenförmig sein und der Topographie angepasst werden. Der Hungerberg bietet sich ideal an und schafft auch Bauplatzgrundstücke mit wunderbarem Fernblick. Ein Ausbauhaus könnte ab 200.000 €, ein schlüsselfertiges Haus für 250.000 € entstehen.

Ortsvorsteher Roland Gerstner lobte die Planüberlegungen und war damit in Übereinstimmung mit allen Gemeinderäten. Dieser neue Weg der Vermarktung soll gegangen werden, zumal er für die Gemeinde kostenfrei ist. Der Architekt und der Bauträger bringen ihre Leistungen auf eigenes Risiko ein.

Die Vermarktungsoffensive wird jetzt von der Gemeinde, in Zusammenarbeit mit Architekt und Bauträger, auf den Weg gebracht. Sollte eine Nachfrage entstehen, so gibt der Gemeinderat seine Zustimmung zur notwendigen Bebauungsplanänderung.




So könnte ein Haus am Hungerberg aussehen. Für den Preis einer Eigentumswohnung kann ein freistehendes Terrassenhaus gebaut werden.