Aus dem Gemeinderat

Verabschiedung von Gemeinderat Josef Gaisbauer
Nach über 30 Jahren wurde Josef Gaisbauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Kuno Kußmann verabschiedet. Aus persönlichen Gründen hat das Gausbacher Ratsmitglied um Beendigung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit gebeten. Diesem Wunsch folgte der Gemeinderat. Wer so lange wie Josef Gaisbauer ein Ehrenamt ausgeübt hat, hat das Recht, in die zweite Reihe zurückzutreten.
Bürgermeister Kuno Kußmann sprach im Namen der Gemeinde und des Ratsgremiums herzlichen Dank aus. Josef Gaisbauer ist ein Mensch, der still und zuverlässig arbeitet. Er macht wenig Aufhebens um sich selbst, sondern tritt gerne und stark für die Belange anderer ein. Er ist ein aufrechter Sozialdemokrat, der stets unerschrocken seine Meinung gesagt hat und nach außen dazu stand. Er trat auch schwierigen Entscheidungen bei, wie jüngst bei der Schließung des Gausbacher Kindergartens. Er hat sich hinter anderen Entscheidungen nie versteckt, sondern selbst gesagt: Was notwendig ist, muss im Sinne der Gesamtgemeinde getan werden. Der langjährige Gemeinderat hat stets die Interessen der Gesamtgemeinde berücksichtigt, Ortsteildenken war ihm fremd. Aufgrund seiner hohen Verdienste wundert es nicht, dass Josef Gaisbauer seit 1980 immer wieder in das Ratsgremium gewählt wurde. Zu Recht erhielt er die Verdienstmedaille in Gold des Gemeindetages Baden-Württemberg. Im Gemeinderat war er langjähriger Fraktionsvorsitzender der SPD, zudem war er im Ortschaftsrat und auch stellvertretender Ortsvorsteher. Außerhalb der Kommunalpolitik war er in vielen Vereinen, ganz besonders im Musikverein Gausbach, tätig. Josef Gaisbauer hat für viele Beispiel gegeben und verdienstvoll Kommunalpolitik betrieben.
Mit einem ganz besonderen Dank, einem Bildpräsent und einem Blumenstrauß für die Ehefrau, endete die kommunalpolitische Laufbahn von Josef Gaisbauer in Forbach.



Foto: Jahn, BT

Fuhrpark wird ergänzt
Auch die Ausstattung des Fuhrparks muss sich wechselnden Anforderungen anpassen. Durch die Übernahme eines schwerbehinderten Mitarbeiters aus einem anderen Betriebszweig entstand zusätzlicher Fahrzeugbedarf beim Bauhof. Ohne Diskussion folgte der Gemeinderat dem Vorschlag von Ortsbaumeister Oliver Dietrich. Für knapp 20.000 € wird ein neues Pritschenfahrzeug beschafft. Dadurch entsteht mehr Flexibilität beim Einsatz der Bauhofmitarbeiter und somit eine Effizienzsteigerung.

Sparen zahlt sich aus
Die ersten Früchte der enormen Sparmaßnahmen der Gemeinde zeigen sich bei der Vorlage des Rechnungsergebnisses 2010. Die Einnahmen stiegen und die Ausgaben reduzierten sich. Dies zeigt der Vergleich von Planersatz und Rechnungsergebnis. Mit dem Mehrertrag für die Gemeinde, so Bürgermeister Kuno Kußmann, ist man für die Zukunftsinvestitionen gerüstet und kann Forbach gut fortentwickeln. Auf der Einnahmenseite machte sich die gute Konjunktur bemerkbar. Die Gewerbesteuer und die Einkommenssteuer sowie die Schlüsselzuwei-sungen stiegen. Auch die Verkaufserlöse beim Gemeindewald zeigten nach oben. Seit Jahren bleiben die Personalkosten trotz Tarifsteigerungen konstant, dank einer sparsamen Personalbewirtschaftung und der vorgenommenen Stellenreduzierungen. Mehrausgaben waren bei der Gebäudeunterhaltung und bei der Bewirtschaftung von Gebäuden (Heizung, Strom, Wasser) sowie bei der Fahrzeugunterhaltung zu verzeichnen. Auch der Winterdienst trug zu Mehrausgaben bei. Unterm Strich erwirtschaftet der Verwaltungshaushalt eine Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt von 1.056.000 €, rund 800.000 € mehr als geplant.
Trotz hoher Investitionen in Abwasser, Kindergarten, Freibad und Straßen konnte die Rücklageentnahme klein gehalten werden. Der Rücklagestand liegt zum Jahresende 2010 immer noch bei etwas mehr als 1.000.000 €, eine dringend notwendige Reserve für die Zukunftsaufgaben. Auch bei den Gemeindewerken ist das Ergebnis positiv. Die Planerwartungen von 59.000 € wurden mit 52.000 € nahezu erreicht.

Auch 2011 entwickelt sich sehr gut
Nach den positiven Ergebnissen im Haushaltsjahr 2010 konnte Rechnungsamtsleiter Thomas Spinner auch über einen positiven Haushaltsverlauf in diesem Jahr berichten. Ausfälle bei den Einnahmen oder Mehrausgaben sind nicht zu erwarten. Vielmehr kann die Gemeinde auf eine weitere Stabilisierung der Konjunktur und damit mit mehr Zuweisungen rechnen. Die Sparbemühungen der Gemeinde, so der Bürgermeister, sind auch weiterhin notwendig. Viele Wünsche gilt es zu finanzieren. Einigkeit herrschte im Gemeinderat darüber, dass Schulden für laufende Ausgaben nicht zu rechtfertigen sind.