Aus dem Gemeinderat vom 07.11.2017

Forstbetriebsplan 2018 vorgestellt - Neueinteilung der Waldreviere
Mit dem Rückblick auf ein bislang gutes Waldjahr 2017 begann Kreisforstamtsleiter Thomas Nissen die Vorstellung des Betriebsplans 2018 für den Gemeindewald Forbach. Stabile Holzmarktpreise und das Ausbleiben größerer Schadensereignisse ermöglichten 2017 eine planmäßige Bewirtschaftung des Gemeindewaldes, die einen guten Ertrag für den Gemeindehaushalt erwarten lässt. Auch die für 2017 erwartete Borkenkäferproblematik ließ sich dank frühzeitigen Eingreifens gut im Griff halten und brachte keine überdurchschnittlichen Schäden, allerdings ist hier aus Sichte der Experten auch für 2018 Vorsicht geboten. Auf dieser Basis sollte wieder ein solides Ergebnis von rund 375.000 € für die Gemeinde zu erwirtschaften sein.
2018 bringt vor allem organisatorische Änderungen. Aus den bislang vier Revieren im Kommunal- und Heiligenwald Forbach werden künftig drei. Ein Revier wird Gemeindewald Forbach und Heiligenwald umfassen, das zweite Bermersbach und den nördlichen Teil von Langenbrand und das dritte Gausbach und den Bereich südlich von Langenbrand. Die verwaltungstechnische Betreuung des kommunalen Waldes im Murgtal wird beim Forstamt in Bad Rotenfels unter Leitung von Herrn Markus Krebs zusammengefasst. In die Räume im Forbacher Rathaus zieht die kommunale Holzverkaufsstelle unter Leitung von Herrn Marc Nieberle ein.

Auftrag für neues Tanklöschfahrzeug vergeben
Einstimmig hat das Gremium die Aufträge für die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für den Standort Forbach vergeben. Rund 380.000 €, von denen 75.000 € durch Landeszuschuss gedeckt werden, müssen dafür investiert werden. Das Fahrzeug mit 3.000 l Wasser an Bord ist als Primärfahrzeug für die Waldbrandbekämpfung sowie als unterstützendes Fahrzeug für Brand- und technische Einsätze im Gemeindegebiet konzipiert. Es ersetzt zwei 33 und 45 Jahre alte Löschfahrzeuge aus dem aktuellen Fuhrpark. Mit der Auslieferung wird im Spätjahr 2018 gerechnet.


Anpassung von Steuern, Gebühren und Abgaben zum Haushaltsjahr 2018
Für den Haushaltsentwurf 2018 wurden wie üblich die jährlich zu kalkulierenden Gebühren und die weiteren Abgaben überprüft. Die Verwaltung hatte in verschiedenen Bereichen Anpassungen vorgeschlagen, die vom Rat zu diskutieren waren. Einstimmig beschlossen wurden die Neufestsetzung der Schmutzwassergebühr mit 3,00 €/m³ und die Niederschlagswassergebühr mit 0,42 €/m² sowie die Verbrauchsgebühr für Münzwasserzähler mit 3,67 €/m³. Mehrheitlich beschlossen wurde die Wassergebühr mit 2,54 €/m³ sowie die Neuordnung der Badegebühren für das Montana. Auf Basis des im vergangenen Jahr neu geordneten Einzeleintritts wurden die Gebühren für 10er- und Jahreskarten angepasst. Die vollständige Eintrittsübersicht wird mit der Gebührenordnung veröffentlicht.

Ferienbetreuung soll 2018 optimiert werden
Seit 2016 bietet die Gemeinde Forbach eine Ferienbetreuung in den Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien für Schulkinder in den Räumen der Ganztagsschule an der Klingenbachschule an. Das Angebot wird bisher größtenteils von eigenem Personal der Gemeinde abgedeckt und verursacht einen hohen organisatorischen Aufwand. Auch die Auslastung des Angebots könnte in einigen Bereichen besser sein. Die Verwaltung will die Erfahrungen und Anregungen aus den ersten beiden Jahren nutzen, um für 2018 einige Änderungsvorschläge zu erarbeiten, die in einer verbindlichen Benutzungsordnung zusammengefasst werden sollen, um das familienfreundliche Angebot für die Zukunft optimieren zu können. Das Gremium nahm den Sachstandsbericht zur Kenntnis und wird die weitere Gestaltung des wichtigen Angebots positiv begleiten.

Pakt für Integration wird umgesetzt
Mit dem Pakt für Integration erhalten die Kommunen finanzielle Unterstützung für die Umsetzung der Anschlussunterbringung von Flüchtlingen. Neben einer einmaligen direkten finanziellen Zuweisung in Höhe von 1.225 € für jede von der Kommune untergebrachte Person, in Forbach waren dies zum Stichtag 32, wird die Arbeit eines Integrationsmanagers finanziell gefördert. Im Landkreis Rastatt wurde vereinbart, dass die Mittel genutzt werden, um das Angebot des Landkreis in den Kommunen auszubauen. Ab dem kommenden Jahr werden in diesem Zusammenhang spezielle Sprechzeiten des Kreises für die Anschlussuntergebrachten im Rathaus angeboten werden. Dies dient auch zur Entlastung der Verwaltung und vor allem der in diesem Bereich engagierten Ehrenamtlichen, an die im Rahmen der Information ein herzlicher Dank von Seiten der Gemeinde ausgesprochen wurde.