Aus dem Gemeinderat

Schulentwicklungskonzept Mittleres Murgtal
Die demografische Entwicklung trifft Kindergärten und Schulen gleichermaßen. In kleinräumigen Schulbezirken ist dieser Rückgang der Schülerzahlen besonders einschneidend, weil der Schulstandort in Frage gestellt wird. Hinzu kommt die dringend notwendige Reform im Hauptschulbereich mit der geplanten Einführung einer Werkrealschule. In der jüngsten Sitzung informierte Bürgermeister Kuno Kußmann den Gemeinderat über den aktuellen Sachstand. Ein Planungsbüro hat für Gernsbach, Weisenbach und Forbach den Schulstandort „Mittleres Murgtal“ untersucht und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Aufgrund strenger Vorgaben des Kultusministeriums und der Schulverwaltung sind wünschenswerte Entwicklungen nicht möglich, das heißt nicht genehmigungsfähig. Insbesondere trifft dies die Einrichtung einer Realschule im bisherigen Konzept. Hierfür haben sich die Bürgermeister aus Forbach und Weisenbach stark gemacht. Aufgrund der Schülerzahlen ist dies und auch eine Außenstelle der Gernsbacher Realschule am Standort Weisenbach/Forbach nicht genehmigungsfähig. Letztendlich bleibt nur ein Zusammenarbeiten der Murgtalgemeinden, denn nur über diesen Weg werden die für die Schulneuordnung notwendigen Schülerzahlen erreicht. Möglich ist eine Werkrealschule Forbach-Weisenbach-Gernsbach, wobei nur die Anfangsklassen in Forbach unterrichtet werden könnten. Daneben bleibt ein Festhalten am bisherigen Hauptschulsystem. Hierin sieht der Bürgermeister eine gute Chance, denn mit einem guten Hauptschulangebot am Standort Forbach sei man besser bedient als mit einer Werkrealschule in verschiedenen Gemeinden. Die Planungen und Entscheidungen für die Neuordnung der Hauptschule sind nach Ansicht des Gemeinderates noch nicht soweit gediehen, dass abschließende Entscheidungen möglich sind. Deshalb hat die Verwaltung den Auftrag, die Entwicklung weiter zu begleiten und zu beobachten. Erst zu einem späteren Zeitpunkt möchte man die weitere Schulentwicklung in Forbach festlegen.

Fünf neue Häuser für Herrenwies
Eine fast unendliche Geschichte scheint noch zu einem guten Ende zu führen. In der jüngsten Sitzung gab der Gemeinderat grünes Licht für eine Bauvoranfrage der Sparkasse auf dem Gelände des früheren Kurhauses. Dort sollen fünf Wohnhäuser entstehen. Ursprünglich hatte die Sparkasse als Grundstückseigentümer eine größere Baufläche im Auge. Aufgrund der von den Behörden geforderten Straßenabständen, aufgrund der Waldabstände und letztendlich auch aufgrund des ausgewiesenen Naturschutzgebietes bleibt nur eine kleine bebaubare Fläche übrig. Auf Vorschlag von Bürgermeister Kuno Kußmann erteilte der Gemeinde einstimmig das notwendige Einvernehmen zum Bauvorhaben. Sobald die Bauvoranfrage vom Landratsamt genehmigt ist, möchte die Sparkasse an die Vermarktung der Bauflächen gehen.

Aufstellungsbeschluss gefasst
Einstimmig und ohne Diskussion beschloss der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Wolfsheck“. Mit diesem Beschluss begleitet die Gemeinde positiv die Vorhaben des Grundstückseigentümers. Auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik soll eine Neuordnung und die Ausweisung neuer Bauflächen für Gewerbeansiedlungen erfolgen. Alle drei Gemeinderatsfraktionen betonten die Notwendigkeit dieses Bebauungsplanes, denn nur damit kann eine Entwicklungschance entstehen. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes entsteht eine Wertsteigerung für den Grundstückseigentümer, aber auch eine gute Chance für die Gemeinde. Das Verfahren, so Bürgermeister Kuno Kußmann, soll mit Nachdruck, aber auch mit der gebotenen Sorgfältigkeit durchgeführt werden. Vor allem geht es um die konkrete Bestimmung der Nutzungsmöglichkeiten. Wenn der Bebauungsplan einmal steht, hat die Gemeinde wenig Mitspracherecht bei der Ansiedlung von Gewerbe. In einem Behördentermin sollen die ersten Vorgaben im Einvernehmen mit dem Grundstückseigentümer erarbeitet werden. Neben der Fachbehördenbeteiligung soll auch eine intensive Bürgerbeteiligung erfolgen.

Satellitentechnik soll Versorgungsengpässe beseitigen
Seit Jahren wird in Hundsbach über eine schlechte Telefonverbindung geklagt. Ferner fehlt der Kabelanschluss für die DSL-Versorgung. Aufgrund der Lage und der Einwohnerzahl hat die Telekom immer wieder die Unwirtschaftlichkeit einer Infrastrukturverbesserung dargestellt. Trotz Forderungen und Versprechungen hat sich weder im Bereich Telefon, noch Breitbandversorgung für die Hundsbacher Bevölkerung etwas bewegt. Auf Initiative von Bürgermeister Kuno Kußmann wurde Forbach mit dem Ortsteil Hundsbach in ein Pilotprojekt des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Nachdem eine Kabelversorgung unwirtschaftlich und nicht zu erwarten ist, erhalten die Hundsbacher Bürger einen erheblichen Landeszuschuss für die Anschaffung einer Grundausstattung zum Satellitenempfang. Mit einer Eigenbeteiligung von 50,00 € soll jedem Haushalt eine moderne Satellitenanlage zur Verfügung gestellt werden. Die Betriebskosten sind mit einem Festnetzanschluss vergleichbar. Der Gemeinderat begrüßte diese Entscheidung und bewilligte die Gemeindebeteiligung in Form von Organisation und Bezuschussung. Möglichst bald sollen die ersten Satellitenanlagen in Hundsbach eingerichtet werden können. Für Rückfragen steht im Rathaus Stefan Wunsch, Telefon
07228/39-23, zur Verfügung.

Gemeinderat bekennt sich zu den derzeitigen Kinderbetreuungsangeboten
Die Kindergartenbedarfsplanung und die Neufestsetzung der Elternbeiträge für die drei gemeindlichen Kindergärten war Gegenstand der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Thematik wurde in zwei Elterngesprächen auf Einladung von Bürgermeister Kuno Kußmann vorbesprochen. Letztendlich musste aber der Gemeinderat entscheiden, weil viele Lösungsmöglichkeiten gegeben und empfohlen wurden. Die wichtigste und sicherlich elternfreundlichste Entscheidung ist die Beibehaltung am jetzigen Angebot. Dies bedeutet, dass nach der Kindergartenbedarfsplanung auch noch im nächsten Kindergartenjahr, also 2010/2011, in den vier großen Forbacher Ortsteilen jeweils ein Kindergarten besteht. Dies ist alles andere als selbstverständlich, weil die Zahl der zu betreuenden Kinder, insbesondere in den Ortsteilen, immer mehr zurückgeht. In den Diskussionen im Gemeinderat wurde deutlich, dass diese Entscheidung immer wieder auf den Prüfstand muss, denn letztendlich geht es um das Wohl der Kinder.
Die kleinen Kindergarteneinrichtungen haben nicht nur Vorteile. Insbesondere die Gruppendynamik, die Vorschulerziehung und weitere Angebote sind in ihrer Art und in ihrem Umfang von der Kindergartengröße abhängig. Nach der jetzt verabschiedeten Kindergartenbedarfsplanung wird die katholische Kirchengemeinde das umfassendste Angebot unterbreiten. In Forbach wird ein dreigruppiger Kindergarten für die Altersgruppe 3-6 Jahre angeboten. Hier gibt es Regelöffnungszeiten und verlängerte Öffnungszeiten. Hinzu kommt eine Kinderkrippe und derzeit noch die Grundschulbetreuung. In Bermersbach und Langenbrand wird ein eingruppiger Kindergarten geführt, der verlängerte Öffnungszeiten und Regelöffnungszeiten mit zwei Betreuungsnachmittagen anbietet. In Gausbach wird eine Kleinkindgruppe betrieben. Angeboten werden hier verlängerte Öffnungszeiten.

Bei der Gebührenfestsetzung orientierte sich der Gemeinderat an den bisherigen Entscheidungen der Kirchengemeinde und an den Empfehlungen der Landesverbände (Gemeinden und Kirchen). Dort wo Gestaltungsmöglichkeiten gegeben waren, hat der Gemeinderat die Gebührenobergrenze nicht ausgeschöpft. Die Details der Gebührenregelung bitten wir aus nachstehender Übersicht zu entnehmen. In den nächsten Tagen erhalten alle Eltern der Kindergartenbesucher von der Gemeinde ein Informationsschreiben. Hierin wird die Zahl der in der Familie lebenden Kinder abgefragt, um daraus die zutreffende Gebührenerhebung festzusetzen.

Elternbeiträge für den Besuch der Gemeindekindergärten

Regelangebot Verlängerte Öffnungszeiten Kleinkinder unter 3 Jahren
für ein Kind aus einer Familie mit einem Kind 92 € 101 € 138 €

für ein Kind aus einer Familie mit zwei Kindern unter 18 Jahren 70 € 77 € 105 €

für ein Kind aus einer Familie mit drei Kindern unter 18 Jahren 47 € 52 € 71 €

für ein Kind aus einer Familie mit vier und mehr Kindern unter 18 Jahren 16 € 18 € 24 €