Aus dem Gemeinderat

Ein Kunstrasen für das Eulenfelsenstadion
Die Verbesserung des Sportstättenangebotes ist in Forbach ein Thema fast ohne Ende. Nachdem die Gesamtlösung im Birket aus Kostengründen und weil sich ein Grundstückseigentümer quergestellt hat scheitert, muss die Verbesserung des Sportstättenangebotes im Bestand erfolgen. Diese Vorgabe trifft vor allem die Hallensituation und den Platz für die Fußballer. Für die Verbesserung in der bestehenden Schulturnhalle laufen zur Zeit die Planungen und die Grundlagenermittlung. Im Juni soll der Gemeinderat über die Zukunft der Forbacher Schulturnhalle mit Schwimmhalle entscheiden. Entschieden hat der Gemeinderat die Verbesserung für die Fußballer. Wenn es nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates geht, erhält das Eulenfelsenstadion in Bälde einen Kunstrasenbelag. Auch hier hat man kleine Brötchen gebacken und dies in Übereinstimmung mit dem Verein. Eine Erweiterung des Platzes scheidet aus Kostengründen, ebenso aus Gründen des Natur- und Landschaftschutzes, aus. Deshalb wird im Bestand verbessert und auf den Platz ein Kunstrasen verlegt. Die Aufwendungen liegen bei ca. 400.000,00 €. Hierauf erwartet die Gemeinde Sportstättenzuschüsse und Gelder aus dem Ausgleichsstock, so dass der ungedeckte Aufwand für die Gemeinde bei rd. 185.000,00 € liegt. Bürgermeister Kuno Kußmann sprach von einem Kompromiss, von der zweitbesten Lösung. Nach wie vor kann mit dieser Investition keine normgerechte Sportstätte für die Fußballer geschaffen werden. Die Lösung ist aber derzeit die einzig machbare. Der Belag wird verbessert, die Probleme der Größe, des Zuweges und der schattigen Lage bleiben nach wie vor erhalten. Mit diesem Kompromiss kann der SV aber leben, denn er spricht sich für die Planung eines Kunstrasenplatzes aus und ist auch bereit 10 % der entstehenden Kosten selbst zu tragen. Zudem wollen sich die Fußballer um die Zuwegverbesserung kümmern. Letztendlich fand das Kunstrasenkonzept im Gemeinderat breite Zustimmung. Alle Fraktionssprecher stimmten für die Planung, weil diese derzeit als die einzige Lösung angesehen wird. Der Verein braucht die Unterstützung zur Bestandssicherung. Alle anderen Ideen wurden vom Verein verworfen. Nach diesem Votum richtet sich der Gemeinderat. Jetzt wird die Verwaltung die Zuschussgelder beantragen. Sobald diese vom Regierungspräsidium bewilligt sind, frühestens rechnet man damit im Jahre 2011, soll die Maßnahme auf den Weg gebracht werden. Der Gemeinderat hofft, dass im Rahmen der Haushaltsplanung 2011 ff. die notwendigen Gelder vorhanden sind.

Ein weiterer Rinderstall für Forbach
Die Tierbeweidung zur Landschaftsfpflege bewährt sich. Allmählich hat auch Forbach wieder seine gepflegte Landschaft. Das schöne Ortsbild, das gute Klima, die steigenden Besucherzahlen und letztendlich auch die Freude der Bürger an den gepflegten Wiesen sind dafür ein gutes Zeichen. Um die Tierbeweidung auch langfristig zu sichern, muss die Gemeinde die Tierhalter unterstützen. Diese Unterstützung wird auch seitens des Landes und der Europäischen Union gewährt, denn man weiß, dass ohne staatliche Gelder die Erhaltung der Kulturlandschaft, insbesondere in den Hanglagen, unmöglich ist. Die Gemeinde Forbach kann auf diesem Gebiet sicherlich als Modellgemeinde bezeichnet werden. Innerhalb weniger Jahre wurde ein Tierbestand aufgebaut, der hoffen lässt. Zur Zeit weiden in Forbach (Gesamtgemeinde) 130 Rinder, 50 Schafe, 200 Ziegen und 10 Esel. Neben Weideeinrichtungen brauchen die Tiere auch Winterställe. In Hundsbach wurde vor kurzem ein großer Rinderstall eingeweiht. In Bermersbach und Forbach gibt es bereits Ziegenställe in Gemeindebesitz und jetzt soll für die Kernorte ein weiterer Rinderstall entstehen. Diese Stallbaumaßnahme wird mit Landschaftspflegegeldern des Landes und aus der Europäischen Union gefördert. Dies ist auch notwendig, denn dieses Großprojekt, das mit 290.000,00 € veranschlagt ist, ist nur über diese Hilfen finanzierbar. Der Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für einen neuen Rinderstall. Geplant ist ein Offenstall mit Pultdach in der Nähe des jetzigen Forbacher Ziegenstalles. Der Stall kann 35 – 40 Mutterkühe aufnehmen. Mit diesem Stallbau ist der Bedarf an Rinderställen in der Gemeinde gedeckt. Weitere Investitionen seitens der Gemeinde sind für diesen Zweck nicht mehr zu erwarten. Über alle Fraktionen hinweg wurden die Bemühungen zur Offenhaltung der Landschaftspflege gelobt und gute Ergebnisse festgestellt. Dies ist nur möglich, weil private Betreiber und Vereine sich über alle Maßen in Forbach engagieren. Die von der Gemeinde jetzt getätigte Unterstützung in Form der Stallbauten ist notwendig. Alternativen hierzu gibt es nicht. Deshalb akzeptiert der Gemeinderat auch für dieses Stallbauprojekt letztendlich eine Gemeindebeteiligung von rd. 78.000,00 €.

Eine Freizeitanlage bei den Giersteinen
Die Giersteine sind ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Bürger gleichermaßen. In der jüngsten Sitzung gab der Gemeinderat grünes Licht für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für eine Freizeitanlage. Kernstück dieser Anlage ist der in Bermersbach seit langem gewünschte Bolzplatz. Er wird mit weiteren sinnvollen Angeboten wie z.B. Spielgeräten und einer Boccia-Anlage ergänzt. Dem Grunde nach war die Maßnahme im Gemeinderat bereits bewilligt und Fördergelder beantragt. Das Baurechtsamt fordert jedoch, da die Anlage im Außenbereich liegt, die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Diesen formalen Schritt hat der Gemeinderat jetzt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Verfahren, so Bürgermeister Kuno Kußmann, soll in Abstimmung mit den Fachbehörden möglichst „schlank“ gehalten werden. Die Maßnahme sollte baldmöglichst entstehen. Deshalb wird die Gemeinde auf ein zügiges Bebauungsplanverfahren drängen. Vielleicht kann noch in diesem Spätjahr der Baubeginn sein.