Aus dem Gemeinderat

Sanierungsarbeiten an der Kläranlage
Die Forbacher Kläranlage wurde 1981 eingeweiht. Seither hat sich viel in der Behandlung von Abwasser getan. Auch die technischen Einrichtungen sind veraltet und so stand für die Gemeinde Forbach eine umfangreiche Sanierung der Kläranlage an. 2007 wurde mit diesem Millionenwerk begonnen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die noch anstehenden Arbeiten vorgestellt und auf den Weg gebracht. Wenn diese abgeschlossen sind, hat die Gemeinde rund 4 Millionen € in die Abwasserbeseitigung und somit auch in die Infrastruktur der Gemeinde investiert. Zuschüsse gab es dafür keine, denn die Gemeinde soll ihre Ausgaben für das Abwasser von den Gebührenzahlern holen, so die Vorgabe des Landes. Mit jeder Investition, so Bürgermeister Kuno Kußmann, steigen die Abwassergebühren. Dies ist unumgänglich. Im Gemeinderat ist man aber bemüht, die Steigerungsraten so zahlverträglich wie möglich zu halten.

Erneuert sind bereits die Schlammentwässerungsanlage und Pumpwerke in Forbach und Gausbach. Auch das Klärbecken wurde umgebaut. Jetzt geht es noch um die Erweiterung des Betriebsgebäudes, Werkstatt, Sozialräume und Labor. In zwei Pumpwerken müssen Leitungen und Pumpen ausgetauscht werden. In Bermersbach ist eine neue Drosseleinrichtung notwendig. Die geschätzten Investitionskosten von 1,5 Millionen € sind im Haushaltsplan 2012 zur Hälfte eingestellt, der Rest wird im Jahr 2013 finanziert. Wir müssen das Werk zu Ende bringen, so die einhellige Meinung im Gemeinderat. Der Umweltschutz fordert dies und auch die Gesetze. Mit der Maßnahme bleibt die Gemeinde handlungsfähig und zukunftsorientiert. Deshalb gab es auch keine Gegenstimmen beim Ausschreibungsbeschluss. Die Arbeiten sollen in den nächsten Wochen öffentlich ausgeschrieben werden, dann erfolgt die Auftragsvergabe. Der Baubeginn für den letzten Sanierungsabschnitt ist in der zweiten Jahreshälfte vorgesehen.

Bebauungsplan Mehliskopf wird erweitert
Das Freizeitzentrum Mehliskopf erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sind dort zahlreiche Gäste aus nah und fern anzutreffen. Dies ist ein Beweis für das gute Management des Eigentümers und das umfassende Angebot. Um zeitgerecht und modern zu bleiben, möchte der Eigentümer erneut investieren. Vorgesehen ist die Verlängerung der Bobbahn und die Erweiterung des Gastronomiebereiches. Um diese Vorhaben realisieren zu können, wird eine Baugenehmigung benötigt. Diese ist aber nur nach der Ergänzung des Bebauungsplanes möglich. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat mit dem Satzungsbeschluss die Grundlage für das notwendige Baurecht geschaffen. Der ergänzte Bebauungsplan Mehliskopf lag zur Einsicht aus, die Fachbehörden konnten Anregungen und Bedenken vortragen. Über diese hat der Gemeinderat entschieden und letztendlich den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Es liegt nun am Eigentümer, ob und wann er die geplanten Maßnahmen realisiert.


Landschaftspflege – Dexter-Rinder kommen als Sommergäste nach Bermersbach
Die Landschaftspflege in Forbach, begonnen vor über zehn Jahren, entwickelt sich bestens. Jetzt soll ein neuer Baustein hinzukommen. Weitere 8 ha Fläche kommen in die Beweidung und Pflege. In Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Projekt werden die verschiedenen Beweidungsmöglichkeiten geprüft und Ergebnisse dokumentiert. Ein Absolvent der Universität Hohenheim bringt sieben Dexter-Rinder mit Kälbern und zwei Bullen als Sommergäste auf Bermersbacher Wiesen. Für dieses Vorhaben wurden vom Regierungspräsidium 20.000 € für die Erstpflegemaßnahme zugesichert. Auch Fördergelder für den Viehtransport stehen zur Verfügung.

Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben mit dem Zaunbau und einem Aufwand von bis zu 5.000 €. Die Flächen liegen in Bermersbach, weil auch dort der Projektpartner, nämlich der Ziegenverein, seinen Stützpunkt hat. Neben der Beweidung als solcher bietet das wissenschaftliche Projekt Chancen zur Weiterentwicklung der Forbacher Landschaftspflege. Zudem wird eine neue Tierrasse eingesetzt, nämlich Dexter-Rinder. Dies sind kleinwüchsige Rinder mit einer Größe von bis zu etwa einem Meter. Alexander Welsch, der verantwortliche Projektträger von der Uni Hohenheim, bringt diese Tiere aus dem elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb im Saarland mit. Er möchte im April mit seiner Arbeit beginnen, diese ist auf fünf Jahre Laufzeit ausgelegt. Auch der Ortschaftsrat hat dieses Projekt geprüft und seine Unterstützung zugesagt. Ortsvorsteherin Claudia Wunsch lobte den neuen Ansatz und sieht darin Entwicklungschancen für die Gesamtgemeinde.




Clubhaussanierung auf den Weg gebracht
Als dritter Baustein bei der Sanierung des Eulenfelsenstadions steht nun das Clubhaus an. Die Erschließungsarbeiten mit Wasser, Abwasser und Strom hat die Gemeinde erledigt und den Auftrag für die Verlegung des Kunstrasenplatzes vergeben. Hier rücken im April die Arbeiter an. Für den dritten Baustein, die Generalsanierung des Clubhauses, zeigt sich der SV Forbach verantwortlich. Vereinsmitglied Klaus Mungenast hat in Abstimmung mit dem Verein eine gelungene Planung vorgelegt. Für rund 150.000 € sollen vor allem die Duschen erneuert, der Clubraum verbessert und ein Anbau für die Jugendarbeit geschaffen werden. Die Baugenehmigung und die Sportbundzuschusszusage liegen bereits vor. Mit den ersten Abbrucharbeiten wurde begonnen.

Die Finanzierung des Clubhausbaus war Gegenstand der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Hälfte der Aufwendungen kann der Verein aus Staats- und Gemeindeförderung finanzieren. Der Sportbund übernimmt 30 % der Kosten, die Gemeinde 20 % nach den Vereinsförderungsrichtlinien. Den Restbetrag muss der Verein übernehmen und über ein Darlehen finanzieren. Geplant ist die Durchführung der Arbeiten in Eigenregie. Dies bedeutet, dass der Kostenansatz von 150.000 € deutlich reduziert wird. Dennoch muss der Finanzierungsplan stehen. Hier hilft die Gemeinde auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates. Der 20-prozentige Bauzuschuss der Gemeinde wurde in der jüngsten Sitzung ohne Diskussion bewilligt. Der zugesagte Sportbundzuschuss wird von der Gemeinde vorfinanziert und für ein notwendiges Vereinsdarlehen übernimmt die Gemeinde die Bürgschaft. Das Ausfallrisiko für die Gemeinde, so Bürgermeister Kuno Kußmann, ist gering. Der Verein schafft erhebliche Vermögenswerte durch Eigenarbeit, er erhält Staatszuschüsse.
Von der nun getroffenen Kooperation zwischen Verein und Gemeinde profitieren beide Vertragspartner. Die Zusammenarbeit ist hervorragend, so die Meinung des Ehrenvorsitzenden Reinhard Warth. Alle Beteiligten freuen sich auf das Sportfest, bei dem dann das Gesamtwerk, Kunstrasenplatz und saniertes Clubhaus, seiner Bestimmung übergeben werden kann.

Die größten Schäden werden beseitigt
Ein kalter Winter liegt hinter uns. Dieser hat zu neuen Straßenschäden geführt. Auch die Dorfstraßen in Forbach haben gelitten. Die Winterschäden kamen zu den alten Schäden hinzu und so besteht umfangreicher Handlungsbedarf. Der Gemeinderat hat für die Sanierung der Dorfstraßen 100.000 € eingeplant, 25.000 € mehr als in den vergangenen Jahren. Dennoch wird dieser Ansatz nur reichen, um die gravierendsten Schäden zu beseitigen und die Verkehrssicherheit zu erhalten. Wir betreiben eine Mangelwirtschaft, so Bürgermeister Kuno Kußmann, und deshalb können nicht alle Schäden behoben werden. Das Ortsbauamt hat die dringendsten Maßnahmen aufgelistet und im Gemeinderat vorgestellt. Der Haushaltsansatz wird für diese Maßnahmen weitgehend aufgebraucht, ein Rest bleibt für dringende Sanie-rungsmaßnahmen gesperrt und soll gegen Jahresende zum Einsatz kommen. Ein Folgeauftrag erhielt das bisher tätige Bauunternehmen. Mit den Sanierungsarbeiten wird kurzfristig begonnen.

Renovierungsarbeiten an der Klingenbachschule Forbach
Schon sieben Jahre sind vergangen, seit die Klingenbachschule neue Fenster und eine Wärmedämmung erhalten hat. Dabei wurden auch die Klassenräume neu gestrichen und im Innern viele Verbesserungsarbeiten durchgeführt. Jetzt stehen wieder Schönheitsreparaturen an. Notwendig sind Malerarbeiten in den Klassenräumen und in den Treppenhäusern, die Türen müssen überarbeitet werden, ein neuer Bodenbelag ist für die Aula vorgesehen. Hier wurde bei der letzten Sanierungsmaßnahme nichts verändert. Auch die seinerzeit nicht erneuerten Beleuchtungsanlagen stehen jetzt an. Diese sollen durch moderne Leuchten ersetzt werden. Der Aufwand ist mit 30.000 € veranschlagt. Der Gemeinderat hat dafür die Mittel für die vorgesehene Sanierung des Kriegerdenkmals gesperrt. Das Umfeld des Kriegerdenkmals soll in Zusammenhang mit dem Sporthallenbau verschönert werden. Das Ortsbauamt wird nun die notwendigen Arbeiten ausschreiben und die Durchführung für die kommenden Ferien einplanen.

Landessanierungsmittel für Gausbach
Eine gute Nachricht aus Stuttgart konnte Bürgermeister Kuno Kußmann in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkünden. Das Land hat dem Zuschussantrag der Gemeinde stattgegeben und weitere 300.000 € Fördermittel bewilligt. Damit kann die Erfolgsgeschichte „Landessanierungsprogramm Gausbach“ seine Fortsetzung finden. Neben den Landeszuschüssen stellt auch die Gemeinde 200.000 € bereit, sodass ein Förderrahmen von einer halben Millionen € für Gausbach zur Verfügung steht. Damit können gut 1,5 - 2 Millionen € investiert werden. Eingesetzt wird das Geld für private Sanierungsvorhaben. Hier können wieder neue Anträge gestellt werden. Es gilt das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Die Zuschussmittel werden nach der Reihenfolge der Anträge vergeben und trotz der Erhöhung der Gelder ist der Förderrahmen begrenzt. Auch die Gemeinde selbst profitiert von den Landesgeldern.
Aus den Restmitteln des abgelaufenen Förderprogrammes wird der Parkplatz bei der Festhalle angelegt. Priorität hat dann für die Gemeinde die Schaffung einer neuen Ortsmitte. Das Haus neben dem Rathaus wird abgerissen und eine neue Platzanlage soll entstehen. Hier ist bereits ein örtlicher Architekt mit der Planung beauftragt. Die Baumaßnahme soll in diesem Jahr geplant und genehmigt werden, ein Ausbau ist dann im nächsten Frühjahr wahrscheinlich. Weitere Gemeindegebäude warten auf Veränderungen, unter anderem der Kindergarten, das Feuerwehrhaus oder auch der Farrenstall. Wenn die investierten Sanierungsgelder verbraucht sind, so Bürgermeister Kuno Kußmann, wurden 6 - 7 Millionen € im Ortsteil Gausbach investiert.

Dieses viele Geld ist sichtbar. Der Ortsteil Gausbach hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Der jetzige Förderrahmen muss aber nicht Endstation sein. Wenn die jetzt bewilligten Gelder aufgebraucht sind, ist ein weiterer Aufstockungsantrag durchaus erfolgversprechend.

Abteilungskommandanten bestätigt
Die Wahl der Feuerwehrkommandanten bedarf der Zustimmung des Gemeinderates. Rüdi Peteroff wurde als Abteilungskommandant und Werner Schoch als sein Stellvertreter für die Forbacher Feuerwehrabteilung gewählt. Einstimmig bestätigte der Gemeinderat diese Wahl, verbunden mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und ein herzliches Glückauf für die anstehenden Aufgaben.