Aus dem Gemeinderat

Gemeinde unterstützt Angelsportverein
Durch großartige Eigenleistungen hat der Angelsportverein Forbach im Sasbachtal eine vorbildliche Vereinsanlage geschaffen. Der Steinsee und das Clubhaus sind Ziel vieler Wanderer und Angelsportvereinsfreunde. Die bestehende Einrichtung soll in diesem Jahr um eine Toilettenanlage erweitert werden. Dafür braucht der Verein ein Bankdarlehen. Mit der Übernahme einer Ausfallbürgschaft durch die Gemeinde unterstützt diese das Vereinsvorhaben. Ein zinsgünstiges Darlehen wird bewilligt und damit eine gute Investition in die Infrastruktur geleistet. Auf Vorschlag des Bürgermeisters hat der Gemeinderat der Übernahme der Ausfallbürgschaft einstimmig zugestimmt.

Ein neues Angebot für Bermersbach
Seit Jahren besteht in Bermersbach der Wunsch nach einem Bolzplatz und neuen Spieleinrichtungen für die Dorfjugend. Jetzt geht dieses Projekt auf die Zielgerade. Die für das Vorhaben notwendige Baugenehmigung soll in den nächsten Tagen vom Landratsamt kommen und auch die Zuschüsse für diese Projekt aus dem Leader-Programm sind in Aussicht gestellt. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig das Vorhaben und beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung der Tiefbauarbeiten, sobald Baugenehmigung und Zuschussbewilligung vorliegen. Ortsvorsteherin Claudia Wunsch war hocherfreut über diese zeitnahe Bearbeitung und steht voll und ganz hinter dem Projekt. Der Ortschaftsrat hat sich mit der Detailplanung bereits beschäftigt und wird sich damit erneut auseinandersetzen. Ziel muss sein, so die Forderung aus dem Gemeinderat, eine möglichst unterhaltungsgünstige Bauvariante zu finden. Das Angebot sollte Alleinstellungsmerkmale haben und die örtlichen Besonderheiten berücksichtigen.

Lebensqualität durch Nähe – Arbeitskreise präsentieren Zwischenbilanz
Im Juli 2009 begann mit der Auftaktveranstaltung in der Murghalle das Projekt Lebensqualität durch Nähe in Forbach. Im Herbst bildeten sich die Arbeitskreise und das Kernteam und mit dem Jahr 2010 begann die intensive Arbeit der ehrenamtlich mitwirkenden Bürgerinnen und Bürger. Nach etwas mehr als einem Jahr Projektarbeit wurde im Gemeinderat, wie schon bei der Leistungsschau in der Murghalle, eine Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit präsentiert. Dabei gab es sowohl Positives als auch Negatives zu berichten.

Positiv sind vor allem die bisher schon umgesetzten Ideen. Aushängeschild des Projektes ist zweifellos die Aktion „Essen wie früher“, bei der örtliche Gastronomen alte, regionale Rezepte für ihre Gäste wiederentdecken. Reservierungen für die Aktionswochenenden weit über die Gemeindegrenzen hinaus, belegen die positive Resonanz. Nach Ende der ersten Runde im Februar 2011 muss über eine Neuauflage oder eine neue Aktion in dieser Richtung nachgedacht werden. Doch auch daneben gibt es bereits jetzt viel Positives. IM AK Jugend mit Zukunft wurden Schulstunden mit ENBW-Azubis organisiert und eine Kooperationsvereinbarung Schule-Betrieb zur Förderung von Schulabgängern wurde vereinbart. Der AK Tourismus ist nach Essen wie früher derzeit mit der Erstellung einer Infotafel für den Bahnhof befasst, die Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten darstellen soll. Der AK Gewerbeförderung hat eine Bedarfsanalyse und Vorschlagsliste für Forbach erarbeitet, musste sich aber zwischenzeitlich leider auflösen. Ebenso der AK Attraktive Wohngemeinde, der eine Umfrage zu Gründen des Zu- und Wegzugs erarbeitet hat. Der AK Altwerden in Forbach konnte mit einer Fahrkartenautomatenschulung praktische Lebenshilfe anbieten und hat darüber hinaus Fahrdienste für Ältere zu Kulturangeboten und ins Thermalbad organisiert. Derzeit ist ein Seniorenratgeber in Arbeit, der seniorenfreundliche Angebote in der Gemeinde zusammenfasst. Der AK Wolfsheck beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft der Industriebrache Wolfsheck. Zuletzt bleibt noch der AK Öffentlichkeitsarbeit, der für die Dokumentation und Außendarstellung der Projektarbeit verantwortlich ist, und der auch für das Forbacher LQN-Logo verantwortlich zeichnet. Wie bereits aus dieser Auflistung abzulesen ist, war die bisherige Arbeit umfangreich, aber auch von Rückschlägen begleitet. Nicht alle Angebote trafen auf die Resonanz, die erhofft wurde. Trotz vorheriger Bedarfsabfragen und Berücksichtigung konkreter Zielgruppenwünsche wurden Angebote nicht angenommen. Insgesamt ist festzustellen, dass es nicht an Ideen, wohl aber an Menschen zu deren Umsetzung mangelt. Die ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger im Projekt LQN sind dringend auf mehr Mitstreiter angewiesen, um Projekte auf die Beine stellen zu können.
Leider besteht auch das Gefühl, dass viele das Projekt immer noch nicht richtig verstanden haben. Immer wieder war in Gesprächen zu hören: „Die Gemeinde macht das Projekt LQN...“, dabei sind es allein Ehrenamtliche, die dort ihre Ideen einbringen und umsetzen. Auch im Rahmen von Diskussionen um Kürzungen und Einsparungen durch die Gemeinde wurde es oft so dargestellt, dass die Gemeinde auf der einen Seite ein Projekt zur Lebensqualität macht und auf der anderen Seite die Lebensqualität beschneidet. Dabei ist ein Kernansatz des Projektes die Frage, wie die Bürger selbst die Lebensqualität durch gemeinsame Aktionen stärken können.

Auch ein Ausblick für die Zukunft wurde gegeben. Im Jahr 2011 läuft die Projektbetreuung durch SPES-Zukunftsmodelle aus. Es geht nun aktuell darum, die Strukturen der Projektarbeit zu festigen und für künftige Aktion zu rüsten. Vor allem die Gewinnung neuer Mitstreiter ist ein vorrangiges Ziel. Dafür sollen die bisherige Arbeitskreisarbeit umstrukturiert werden. Ziel ist die projektorientierte Kernteamarbeit. Ein festes Kernteam legt aufgrund von bestehenden Ideen und Projektvorschlägen einen Aktionsplan fest. Für die entsprechenden Aktionen sollen Helfer und Projektumsetzer motiviert werden. Auch Vereine und Gruppen sollen stärker angesprochen werden. Dies ermöglicht eine effiziente und umfangreiche Aktionsplanung, bietet aber für jeden Einzelnen ein Maximum an Flexibilität, da er ganz frei nur an einzelnen oder einem einzigen Projekt teilnehmen kann, ohne sich langfristig binden zu müssen.

Über die entsprechenden Planungen werden wir weiter berichten.