Turnverein 1910 Bermersbach e. V.

TVB Fasentsitzungen

Abschlussbild der arabischen Nächte (Foto: Reinhold Bauer)
Am 14. und 15. Februar fanden die Fasentsitzungen des Turnverein Bermersbach statt. Um 19.11 Uhr am Samstag bzw. 18.10 Uhr am Sonntag öffneten die Präsidenten Thorsten Wunsch und Timo Roll die Sitzung mitsamt ihren Elferräten und den Narhalla-Mädels. Die Sitzung stand im Zeichen des Bermersbacher Nationalgebäcks "Pumpernickel", welcher dieses Jahr auch den Orden für alle Mitwirkende darstellte. Präsident Timo schrieb einen eigenen Pumpernickel-Song, der mit Hilfe von KI entwickelt wurde, wobei der Text komplette Eigenproduktion war. Hierzu tanzten Narhalla-Mädels und Elferräte zu Beginn der Sitzung ein paar von Jakobea Klein einstudierte Schritte, während das gesamte Lied ablief.
Nachdem das Publikum bereits angeheizt wurde, durften die Narhalla-Mädels ihren Tanz präsentieren. Energiegeladen und mit viel Ausdauer schwangen sie ihr Tanzbein. Jeder Schritt saß, der gesamte Tanz war unfassbar synchron. Die viele Arbeit, die die Mädels seit August im vergangenen Jahr in diesen Tanz investiert haben, hat sich definitiv auf der Bühne bemerkbar gemacht und wurde auch vom Publikum mit tosendem Applaus gewürdigt. Einstudiert wurde der Tanz von Jakobea Klein und Angelina Kraft.
Nach dem Narhalla-Tanz tritt klassischerweise der Ortsbüttel auf die Bühne. Auch in diesem Jahr schlüpfte Timo in diese Roll´ und nahm einen nach dem anderen auf die Schippe. Humorvoll präsentierte er kleine Missgeschicke, die im vergangenen Jahr passiert sind, auch die eigene Mutter blieb davon nicht verschont. Das Publikum amüsierte sich sehr an der schelmischen Vortragsweise.
Nach der Rede wollte er seinen Platz im Elferrat einnehmen, als ihm aufgefallen ist, dass dort auch ohne ihn schon mehr als 11 Personen sitzen. Grund dafür ist ein Umschwung in der Besetzung. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der langjährige Präsident Patrick Barth seinen Platz im Elferrat räumte, folgten ihm dieses Jahr vier weitere Elferräte. Dafür kamen fünf Neue hinzu. Zur Vorstellung bzw. Verabschiedung bekam jeder Elferrat einen vorgedruckten Zettel in die Hand, während die Präsidenten den Wechsel moderierten.
Im Anschluss folgte eine Reise durchs Weltall. Das Licht auf der Bühne wurde dunkel, umso heller erschienen die Lichter an den Tänzerinnen des nächsten Programmpunkts. Die Pumpernellas, die im vergangenen Jahr erstmals auf der Bühne standen, präsentierten dieses Mal einen Tanz zum Motto All. Die Mischung aus schwungvollen und ruhigen Segmenten mit sehr ansehnlichen Kostümen kam beim Publikum besonders gut an. Einstudiert wurde der Tanz von Sarah-Melina Kowalski.
Als Nächstes war ein Routinier an der Reihe. Ex-Präsident und Ortsvorsteher Nicolai Wunsch ließ es sich nicht nehmen, auf die Bühne zurückzukehren. Dass er gerne mal ein Liedchen singt ist mittlerweile bekannt und so begeisterte er uns auch in diesem Jahr mit einem selbstgeschriebenen Song zum Thema Bermersbach, worin er erläuterte, dass er nur Bermersbach gehöre. Zuvor berichtete er von aktuellen Problemen in der Gemeinde und seinen "Visionen", den Ballermann nach Forbach zu bringen. Dabei wich er von der klassischen Büttenrede ab und ließ seinen Text vom Musiker live mit der Titelmelodie aus "Jim Knopf" hinterlegen. Am Sonntag war Simon Merkel aus Langenbrand mit seiner Gitarre die musikalische Unterstützung für Nicolai.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage unseres Musikers, der für das Publikum eine Schunkelrunde spielte, folgte ein Spiel unserer Präsidentschaft. Hierfür wurde samstags Armin Merkel vom KV Talhutzel und sonntags Bürgermeister Robert Stiebler auf die Bühne geholt. Sie mussten jeweils gegen Nicolai Wunsch antreten. Bei dem Spiel, in dem die Teilnehmer jeweils eine Strumpfhose mit Tennisball auf den Kopf ziehen mussten, ging es um Geschicklichkeit und Geschwindigkeit. Die Teilnehmer nahmen das Spiel mit Humor und es sorgte auch beim Publikum alleine aus optischen Gründen für einige Lacher.
Für den letzten Programmpunkt vor der Pause kam Heiko Roll als "Personal Jesus" auf die Bühne. Mit offenen Haaren und langem Gewand, sowie Jesus-Latschen präsentierte er zunächst eine kleine einleitende Bütt. Danach begann er Menschen auf der Bühne zu heilen. Gesetzeshüter Noah Elsenhans knallte ihm jedoch Paragraphen aus Bürgerlichem-, Sozial- und Handelsgesetzbuch um die Ohren und forderte ihn auf, die Heilung auf der Stelle rückgängig zu machen. Als versöhnliches Ende konnte er zumindest abschließend noch Wasser in Wein bzw. Asbach-Cola verwandeln. Als Kranke respektive Geheilte unterstützten bei dem Auftritt Marvin Wunsch und Maxi Schuckert.

Hausbrand-Rettung gelingt durch die Turner (Foto: Reinhold Bauer)

Nach der Pause ging es rasant weiter, da auf der Bühne ein Hausbrand entfacht wurde. Glücklicherweise waren die Turner als Feuerwehrmänner zur Stelle, retteten die eingesperrte Frau und löschten den Brand. Es folgten beachtliche turnerische Figuren wie Pyramiden oder Handstände, sowie sportliche Einlagen mitsamt dem Feuerwehrschlauch. Danach applaudierte das Publikum einer schneidigen Tanzeinlage, bevor abschließend Sprünge auf dem Trampolin gezeigt wurden, bei denen auch der Deckenvorhang nicht vor Berührung verschont blieb. Ein Auftritt, der wahrlich alles dabeihatte, wie wir es von unseren Turnern kennen.
Überraschenderweise kam danach Ortsvorsteher Nicolai Wunsch erneut auf die Bühne. Er selbst war vermutlich am meisten verblüfft. Tatsächlich war es jedoch Thorsten Wunsch, der sich als Nicolai verkleidete und den Ortsvorsteher spielte. Dabei wollte er wissen, was er in der Zukunft alles für den Ort tun würde. Hellseherin Klara Sicht (Timo Roll) riskierte einen Blick in ihre Kugel und teilte Nicolai mit, für was er künftig alles verantwortlich sein wird. Jede Pointe wurde mit einem Bild durch Beamer und Leinwand unterstützt, was beim Publikum immer wieder für viel Lachen sorgte.
Eine zusammengewürfelte Schlempelgruppe gab ihr Bühnendebüt in dieser Konstellation. Dabei wurde eine Szene vorgespielt, wie es im Schlempelhaus von Ortslegende Klaus "Micki" Stößer am Rosenmontag oder Fasentdienstag zugange geht. Während Micki, gespielt von Patrick Barth, einen feuchtfröhlichen Abend mit Gausbacher Urgestein Detlef Schoch (Philipp Nolte) genießen wollte, bekam er immer wieder Besuch von weiblichen Schlempelgruppen. Nach der durchaus realistischen Aufführung folgte eine herrliche Tanzeinlage der achtköpfigen Gruppe, die den lustigen Auftritt perfekt abrundete.
Es folgte wieder ein Auftritt mit viel Bühnenerfahrung. Manuel Roth und Benjamin Wunsch machten Urlaub daheim. Es war ein bisschen wie die klassische Reise nach "Balkonien". Um den Urlaub daheim so richtig genießen zu können, entwickelte Benjamin die App "Touri", die einige bisher verkannte Attraktionen in Forbach ganz neu darstellte. So war der App beispielsweise wenig über das Freibad Montana bekannt, dafür wusste diese über Forbachs größtes Schwimmbecken "Schwarzenbach" mit ihrem gemauerten Sprungturm Bescheid, dessen Höhe je nach Wasserstand variierte.
Nachdem die beiden genügend Gründe genannt hatten, in unserer Heimat Urlaub zu machen, hatten Sie wohl auch Donald Trump auf den Geschmack gebracht, sich Bermersbach einzuverleiben. Vor dieser Gefahr warnte Thorsten Wunsch in seiner Rolle als Pressesprecher des Ortsvorstehers. Nachdem sein Auftritt mit dieser Eilmeldung begann und ein Raunen durch den Saal ging, erläuterte er den Plan des Ortsvorstehers, um eben dieses Szenario zu verhindern. Mit einigen wahnwitzigen Nachrichten und Ideen, wie dies gelingen könnte, brachte Thorsten das Publikum wie gewohnt zum Lachen, sonntags gab es für diesen Auftritt sogar eine Standing Ovation.
Für den abschließenden Programmpunkt wurde die Bühne nochmal ordentlich geziert. Die Tanzgruppe der Turnmädels präsentierten einen bezaubernden Auftritt zu arabischen Nächten. Nicht nur das aufwendige Bühnenbild, sondern auch die Kleidung der Tänzerinnen waren sehr schön anzusehen. Wenn man denkt, die Mädels haben im Vorjahr schon alles gezeigt, ist man umso sprachloser zu sehen, wie sie sich Jahr für Jahr an Tanzeinlagen, Rhythmus, Geschwindigkeit und Vielfalt überbieten. Einstudiert wurde der Tanz von Linda Asal und Sophia Schillinger, für den ebenfalls seit August pausenlos geprobt wurde. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen, und auch das Publikum zeigte deutlich, wie sehr der Tanz gefiel.
Für das Finale wurden alle Gruppen nochmal auf die Bühne gebeten, es gab eine weitere kleine Tanzeinlage zum neuen Pumpernickel-Song, bevor die Sitzung traditionell mit einer Polonaise beendet wurde.
Abschließend bleibt ein riesiges Dankeschön auszusprechen an alle Helfer auf und hinter der Bühne. Den Schiebeberts Timo Mungenast und Armin Wunsch, unserem Tontechniker Lutz Wiederrecht, sowie allen Helfern in der Küche, als Bedienung, beim Auf- und Abbau, und jedem, der auf irgendeine Weise zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat. Nicht zuletzt natürlich auch dem Publikum, für das wir diese Veranstaltung jedes Jahr auf die Beine stellen. Vielen Dank.





Hausbrand-Rettung gelingt durch die Turner (Foto: Reinhold Bauer)


Abschlussbild der arabischen Nächte (Foto: Reinhold Bauer)